Ölziehen – Karies, Mundgeruch und Parodontose, ade!

 

Detox mit Öl

Das Ölziehen ist eine alte und heutzutage etwas in Vergessenheit geratene Praxis aus der ayuvredischen Medizin, die den Körper wunderbar entgiftet, das Immunsystem stärkt und vielerlei Krankheiten vorbeugen kann. Insbesondere für die Gesundheit unserer Zähne und unseres Zahnfleisches ist das Ölziehen bestens untersucht, aber auch zu Kopfschmerzen, Bronchitis, Magengeschwüren, Hautproblemen, Herz- und Nierenbeschwerden sowie anderen Erkrankungen gibt es eine Vielzahl von positiven Erfahrungberichten und einige Studien. Im Kern hilft das Ölziehen enorm bei unserer Mundhygiene, indem es schädliche Bakterien, Viren und Gifte im Mundraum bindet, unschädlich macht und auf diese Weise den gesamten Körper wunderbar entlastet. Da fast alle Keime, besonders die Schädlichen, von einem Fettmolekül umgeben sind, werden diese förmlich magnetisch vom Öl angezogen – wie praktisch! Davon profitieren alle unsere Organe. Und wenn das nicht schon genug wäre, so ist diese ölige Angelegenheit auch noch super preiswert und einfach in der Anwendung.

Hierzu wird ein pflanzliches Öl, dass jeder im Bioladen oder Supermarkt kaufen kann, für etwa 20 Minuten im Mund hin und her bewegt und am Ende wieder ausgespuckt. Weiteres erfahrt ihr weiter unten im Artikel 🙂

Frischer Atem durch Ölziehen

Egal ob beim Küssen oder beim Gespräch mit einem Arbeitskollegen, jeder von uns hat schon einmal die unangenehme Erfahrung von starkem Mundgeruch gemacht und ist vielleicht sogar selbst betroffen. Das Problem: Bakterien und deren Giftstoffe in Mund und Rachen erzeugen die unangenehmen Gerüche oder aber der Magen ist übersäuert. Grundsätzlich hat Mundgeruch also zwei mögliche Ursachen: (1) mangelnde Mundhygiene oder (2) Magenprobleme. Das Ölziehen hat hier schon vielen mehr oder weniger verzweifelten Menschen enorme Linderungen gebracht, indem es die Mundhygiene deutlich verbessert und auf diesem Wege auch indirekt Magenproblemen vorbeugt. Die Natur stellt uns hier also ein wunderbares Hilfsmittel zur Verfügung, das weiteren hilfreichen Maßnahmen wie Kaugummi kauen oder Mundspülungen deutlich überlegen ist. Ich persönlich bin ohnehin kein Fan von aggressiven Mundspülungen, nach deren Anwendungen sich mein Mund anfühlt als wäre er gerade frisch aus der Waschanlage gekommen.

Ölziehen lässt Karies und Parodontose kaum Chancen

Der Zahnschmelz ist das härteste Material, das unser Kröper herstellen kann und trotzdem schaffen es so viele von uns sich ihre Zähne kaputt zu machen. Schlechte Ernährungsgewohnheiten (wie zu viel Zucker oder zu viel Alkohol), mangelnde Mundhygiene und in einigen Fällen auch genetische Veranlagungen sorgen dafür, dass unsere Zähne und unser Zahnfleisch leiden. Egal ob man von Karies oder Parodontose (übersetzt: Zahnfleischentzündung und Zahnfleischzerstörung) betroffen ist, auch hier liegt die gemeinsame Ursache in bakteriellen Belägen. In diesen Fällen ist das Spülen mit Öl eine hervorragende Maßnahme, die aber bitte nicht die tägliche Routine des Zähne putzen ersetzen sollte! Der zusätzliche Nutzen des Ölziehens besteht darin, dass das Öl – im Gegensatz zu Zahnbürste und Zahnseide – spielend leicht in die kleinsten Zahnzwischenräume und abgelegensten Ecken unseres Mundes gelangen kann und hier mit Hilfe seiner antibakteriellen Wirkstoffe auch noch die letzten Keime erreicht.

So haben zwei Studien von 2007 und 2008 herausgefunden, dass bereits eine ca. 45 tägige Anwendung des Ölziehens ausreicht, um Zahnbeläge und vorliegende Zahnfleischentzündungen signifikant zu verringern. Zudem zeigt sich, dass sich durch das Ölziehen schädliche Keime genauso effektiv reduzieren lassen wie bei der Anwendung mit der Chemikalie Chlorhexidin, die in vielen stärkeren Mundspüllösungen vorzufinden ist. Der Clou: Ölziehen hat keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen, wie bspw. Reizungen der Mundschleimhaut oder Verfärbungen der Zähne, wie man es bei einigen herkömmlichen Mundspüllösungen beobachtet. Im Gegenteil, viele Anwender berichten sogar von einer Aufhellung ihrer Zähne! Wer also seinen Zähnen, seinem Zahnfleisch oder der eigenen Zahnarztrechnung etwas gutes tun will und Schmerzen durch zahnärztliche Behandlungen vorbeugen will, dem möchte ich folgendes ans Herz legen: Statt „Willst du viel, spül mit Pril!“ lieber „Willst du beim Zahnarzt kein Gegröl, dann spül mit Öl!“.

Anwendung

1. Kaufe dir ein hochwertiges Öl

Viele Öle haben antibakterielle Eigenschaften, am besten eignet sich jedoch ein kaltgepresstes natives Öl in Bio-Qualität. Solche Öle bekommst du in jedem Bioladen oder Supermarkt für ein paar Euro. Die stärksten keimtötenden Eigenschaften haben Kokosöl, Sonnenblumenöl und Sesamöl. Ich persönlich bevorzuge gutes Koksöl. Es ist für mich geschmacklich ein tolles Öl und das ist nicht unwichtig, schließlich hat man das Öl für mindestens 15 Minuten im Mund.

2. Die Zunge reinigen

Bevor man mit dem Ölziehen beginnt bietet es sich an die Zunge zu reinigen. Hierfür gibt es bei jedem Rossmann, dm oder anderen Drogerien spezielle Zungenreiniger. Das ist zwar kein Muss, ist aber bereits eine tolle Vorarbeit, da so schon mal anhaftende Beläge auf der Zunge umfangreich entfernt werden.

3. Das Ölziehen – Los geht’s !

Für manche von euch ist die Anwendung vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Ölziehen gebt ihr einfach einen Esslöffel vom Öl eurer Wahl in den Mund und fangt nun an dieses Öl für ca. 20 Minuten im Mund hin und her zu bewegen, schlürfend durch die Zähne zu ziehen oder zu kauen. Währenddessen könnt ihr zu Hause alle anderen Vorhaben weiter nachgehen. Wichtig ist in jedem Fall, dass ihr das Öl nicht schluckt oder damit gurgelt, denn dann gelangen die ganzen Keime und Giftstoffe letztendlich doch in euren Körper! Sind die 20 Minuten rum, spuckt ihr das Öl aus und spült mehrmals euren Mund mit Wasser aus.

Am besten eignet sich das Ölziehen am frühen Morgen, etwas vor dem Essen auf nüchternem Magen oder nach dem Frühstück direkt vor dem Zähne putzen. Wer von euch etwas länger im Bad braucht, wird hier also überhaupt keine Probleme haben das Ölziehen zeitlich zu integrieren, denn alles andere kann ja nebenbei weiter erledigt werden. Aber auch wer nur 5 oder 10 Minuten spült, wird früher oder später erste Erfolge erkennen können 🙂

4. Wiederholung bringt die Erfolge

Das Ölziehen könnt ihr theoretisch so oft wie ihr wollt durchführen. Einmal täglich solltet ihr es jedoch durchführen. Nehmt jedes Mal 1 Esslöffel Öl. Ein Esslöffel sind ungefähr 10 Gramm. Das heißt eine normale Flasche mit 250 ml oder 500 ml reicht für 1-2 Monate. Bei vielen Anwendern zeigen sich bereits nach der ersten Woche die ersten Erfolge. Ich würde euch empfehlen für ca. 1 Monat täglich dranzubleiben (theoretisch könnt ihr es auch dauerhaft machen). Dann werdet ihr deutlich spürbare Effekte erleben und das gerade mal für den mickrigen Preis von einer Flasche guten Öls.

 

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