Kurkuma ist nicht gleich Kurkuma

Kurkuma – Unser Universalhelfer aus der Natur

Viele von euch kennen Kurkuma bestimmt bereits. Kurkuma ist ein goldgelbes ayurvedisches Gewürz. Es ist fester Bestandteil in Curry und gibt ihm seine unnachahmliche Farbe gibt, kann aber jederzeit auch als alleiniges Gewürz verwendet werden. Die Kurkumapflanze ist sehr eng mit Ingwer verwandt und ist in Südostasien heimisch. In der traditionellen chinesischen und indischen Medizin wird Kurkuma bereits seit Jahrhunderten zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, zur Verbesserung des Immunsystem und für das allgemeine Wohlbefinden erfolgreich eingesetzt. Besonders interessant ist der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin, der etwa 5% des Gewürzes ausmacht. Kurkuma hilft nachweislich bei Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, Herz-Kreislaufproblemen, Alzheimer und Krebs. Weiterhin zeigt es Vorteile bei jeglichen Entzündungen, hohem Blutdruck, hohen Cholesterinwerten und Zahnfleischentzündung. Und wenn das nicht schon genug wäre, so regt es auch erwiesenermaßen den Stoffwechsel an, indem es die Gallensaftproduktion erhöht, was letztendlich in einer besseren Fettverbrennung resultiert und somit beim Abnehmen hilft! Kurkuma scheint einfach alles zu können!

Kurkuma gegen Entzündungen – Ein fantastisches Schmerzmittel

Sowohl der besondere Inhaltsstoff Curcumin, als auch die im Kurkuma enthaltenen ätherischen Öle, haben in einer Vielzahl von Studien enorme entzündungshemmende Eigenschaten aufgezeigt. Kurkuma erweist sich in höheren Dosen als genauso wirksam wie gängige Schmerzmittel (Aspirin, Ibuprofen, Hydrokortison), jedoch ohne deren Nebenwirkungen! Rheumatische Beschwerden wie Arthritis oder Magen-Darm-Probleme, wie Gastritis oder Reizdarm können mit Hilfe von Kurkuma deutlich gebessert werden. Auch für Sportler ist Kurkuma interessant, da es durch seine entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft die Muskelregeneration erhöht und damit bei Muskelkater hilft.

Kurkuma für eine bessere Verdauung und gegen lästige Kilos

Vollegefühl, Blähungen und Verstopfung. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns damit schon mal Bekanntschaft gemacht hat. Die gute Nachricht: Kurkuma kann diese Beschwerden wunderbar therapieren, indem es die Bildung von Gallensäure fördert und damit eine vermehrte Entleerung der Gallenblase herbeiführt. Für uns heißt das, dass Kohlenhydrate und Fette besser verdaut werden können. Eine effizientere Fettverdauung sorgt dafür, dass notwendige Fette besser für die Energiegewinnung genutzt werden können und überschüssiges Fett besser ausgeschieden wird. Kurkuma hilft somit beim Abnehmen! Darüber hinaus unterstützt es durch seine positiven Eigenschaften auf die Verdauung auch die Aufnahme von wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Wie ihr seht, hilft das ayurvedische Gewürz unserer Verdauung also gleich auf mehreren Ebenen auf die Sprünge!

Kurkuma gegen Herzinfarkt und Schlaganfall

Viele Menschen in unserer westlichen Welt haben Probleme mit ihren Cholesterinwerten. Neben genetischen Ursachen spielt hier vor allem auch eine falsche Ernährung mit hinein. Von medizinischer Bedeutung ist hier vor allem das Verhätlnis von „gutem“ HDL-Cholesterin gegenüber dem „schädlichen“ LDL-Cholesterin. Je schlechter das Verhältnis, desto eher neigt man zu Verkalkungen der Blutgefäße und damit steigt auch das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfälle. Was viele nicht wissen: Unser Körper stellt einen Großteil des Cholesterins selber her! Dies geschieht in der Leber. Kurkuma, oder besser gesagt dessen Wirkstoff Curcumin, tritt mit den Leberzellen in Kontakt und kann über chemische Abläufe in den Leberzellen dafür sorgen, dass weniger „schädliches“ LDL-Cholesterin produziert wird. Kurkuma kann also dafür sorgen, dass sich unsere Cholesterinwerte verbessern, wie in mehreren unabhängigen Studien gezeigt werden konnte.

Kurkuma gegen Krebs

Der Wirkstoff Curcumin im Kurkuma rückt zunehmend in den Fokus der Medizin. Zahlreiche Studien liefern Hinweise, dass Curcumin die Entstehung von Krebserkrankungen verhindern kann und somit ein wunderbares Gewürz zur Prophylaxe ist. Aber nicht nur das: Ferner zeigt sich, dass Curcumin Krebszellen nicht nur am Wachstum hindern, sondern auch direkt töten kann. Einfach ausgedrückt kann sich das Curcumin in die Membranen unserer Zellen einnisten. Während die Membranen gesunder Zellen vom Curcumin gefestigt und stabilisiert werden, werden die Membranen von Krebszellen instabiler. Aber auch über andere Mechanismen wirkt das Curcumin mannigfaltig auf bösartige Zellen ein und trägt zu deren Absterben bei. Aus diesem Grund steht das Kurkuma seit vielen Jahren im Fokus medizinischer Forschungen als womöglich hilfreicher Therapiebegleiter bei bestehenden Krebserkrankungen.

Kurkuma macht deine Zähne weißer

Die letzte Eigenschaft, die ich euch in meinem Beitrag noch etwas näher bringen möchte, ist der zahnaufhellende Effekt von Kurkuma. Ihr werdet es nicht glauben, probiert es aus 🙂 Hierzu benötigt ihr lediglich zwei kleine Wundermittel: Kurkuma und Kokosöl! Beide zusammen sind ein unglaubliches Duo!

Anleitung:

  • Verrührt  1 Messerspitze Kurkuma mit 1 Teelöffel Kokosöl in einer kleinen Schale
  • Macht diese Mischung anstelle von Zahnpasta auf eure Zahnbürste und putzt euch damit ganz normal die Zähne
  • Wenn ihr fertig seid mit Putzen, lasst es für ca. 5 Minuten in eurem Mund einwirken. Nicht hinterschlucken oder den Mund ausspülen.
  • Sind die 5 Minuten um, putzt ihr eure Zähne erneut mit der nun eingewirkten Mischung und spült danach gründlich euren Mund aus.

Wenn ihr diese Methode ein paar mal regelmäßig anwendet, werdet ihr bald sehen, dass eure Zähne sichtbar heller werden:) Das liegt zum Einen an den tollen Inhaltsstoffen beider Zutaten selbst, zum Anderen aber auch daran, dass die oben beschriebene Mischung wunderbar Plaque entfernt. Und Plaque ist einer der Hauptübeltäter für Zahnverfärbungen. Aber bitte schmeißt eure Zahnpasta jetzt nicht in den Mülleimer! Meine Anleitung soll nicht die normale Zahn-und Mundpflege ersetzen.

Anwendung und Bioverfügbarkeit von Kurkuma

Abschließend möchte ich euch noch ein paar Hinweise zur Anwendung von Kurkuma mit auf den Weg geben.

Kurkuma für die eigene Küche

Kurkuma eignet sich hervorragend für die tägliche Küche. Ihr bekommt das wundervolle goldgelbe Gewürz in jedem Supermarkt oder Bioladen in gemahlener Form für ein paar Euro. Manchmal findet ihr im Bioladen auch die ganze Knolle. Für viele Speisen könnte ihr problemlos das reine Gewürz verwenden. Am besten eignet es sich natürlich für die orientalische Küche, aber auch sämtliche Gerichte mit Kartoffeln oder Reis könnt ihr damit prima aufwerten. Probiert es einfach mal aus.

Wer im Bioladen die gesamte Kurkuma-Knolle zu kaufen bekommt, kann ähnlich wie beim Ingwer auch wundervollen Kurkuma-Tee zubereiten. Klassisch ayurvedisch wäre eine Zubereitung aus 200ml Wasser, 1/2 Teelöffel Kurkuma, einer kleinen Prise Pfeffer (könnt ihr auch gerne weglassen 😉 ) sowie Pflanzenmilch mit Honig oder Stevia zum Abrunden.

Kurkuma für medizinische Zwecke

Wenn ihr Kurkuma für die Behandlung einer Beschwerde einsetzen wollte, dann greift am besten zu Kapseln. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart auch eine Menge Zeit. Achtet darauf, dass die Kapseln keine Magnesiumsalze, Magnesiumstearate, Silicumdioxid oder Reismehl enthalten. Da sind allesamt überflüssige Inhaltsstoffe, die die tolle Wirkung des Kurkumas womöglich noch reduzieren. Achtet auch darauf, dass der Gehalt am Wirkstoff Curcumin pro Kapsel möglichst hoch ist! Nebenwirkungen wie leichte Überlkeit oder Durchfall werden erst bei extrem hohen Dosen beobachtet. Wenn ihr also nicht gleich die gesamte Packung auf einmal einnehmt, dann seid ihr auf der sicheren Seite 😉

Abschließend stellt sich noch das Problem der Bioverfügbarkeit. Kurkuma kann vom Körper schlecht aufgenommen und verwertet werden, sodass der Großteil der Wirkstoffe vom Körper direkt wieder ausgeschieden wird. Aus diesem Grund gibt es mehrere Verfahren, wie man die Aufnahme von Kurkuma im Körper verbessern kann. Auf viele Seiten liest man, dass durch die Hinzugabe von Piperin (das ist der Hauptwirkstoff im Pfeffer) die Aufnahme im Körper verbessert werden kann. Das stimmt. Das haben genügend Studien gezeigt. Was allerdings oft unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass Piperin eure Darmschleimhaut reizt und löchrig macht. Durch diese Reizung kann das Kurkuma besser vom Darm ins Blut gelangen. Allerdings finde ich es nicht gerade hilfreich, dem Darm bewusst zu schaden, nur um die Aufnahme von Kurkuma zu verbessern. Nehmt also besser keine Kapseln die Kurkuma mit Piperin kombinieren! Stattdessen gibt es noch viele andere Verfahren, die die Bioverfügbarkeit verbessern sollen. Ich persönlich empfehle euch Kurkuma-Kapseln mit Cyclodextrin. Bei diesem Verfahren wird das Kurkuma in ein spezielles Glucosemolekül verpackt und auf diesem Wege sicher zur Darmwand gebracht. Auf weitere Erklärungen dieses Verfahrens will ich hier erst mal verzichten:) Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, könnt ihr gerne Google befragen. Wenn ihr generell auf das Kaufen und Einnehmen von Kapseln verzichten möchtet, dann verwendet einfach das normale Kurkumapulver, das ihr überall kaufen könnt. In Indien, wo die Menschen deutlich weniger an Krebs erkranken und wo das Kurkuma bereits seit Jahrhunderten in die alltägliche Küche gehört, wird auch das normale goldgelbe Gewürz verwendet und das scheint ja auch irgendwie zu helfen 🙂

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