Grundproblem Übersäuerung

Übersäuerung – Das Grundproblem vieler Leiden

Viele Menschen fühlen sich chronisch schlapp, müde und energielos. Einige entwickeln typische Zivilisationskrankheiten – von Hauterkrankungen, Cellulite, Falten, Haarausfall, Arthritis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien bis hin zu Krebs.  Ab einem gewissen Punkt gehen wir dann zum Arzt, der uns symptomatisch behandelt, indem er uns Schmerztabeltten, Cortison oder andere Mediakamente verschreibt, ohne auf die eigentliche Ursache der Beschwerde einzugehen. Wenn er überhaupt nach der Ursache sucht! Dabei liegt den meisten Krankheiten und Beschwerden eine gemeinsame (Mit-)Ursache zu Grunde: Chronische Übersäuerung!

Unsere heutige typische Ernährungsweise bestehend aus Fleisch, Milchprodukten, Kaffee, Cola und Alkohol stellt eine hohe Herausforderung an unseren Säure-Basen-Haushalt dar. Aber auch Rauchen oder Stress tragen dazu bei. Über Jahre oder auch Jahrzehnte leistet unser Körper etwas Tolles, indem er diese Lebensgewohnheiten durch geeignete Puffersysteme auszugleichen vermag. Aber irgendwann sind auch die letzten Puffer erschöpft und der Körper übersäuert. Dieser Prozess kann über einen langen Zeitraum stattfinden und wir merken es nicht einmal. Erst wenn ein gewissen Punkt überschritten ist, fangen wir an uns müde, schlapp oder konzentrationslos zu fühlen und entwickeln diverse Leiden. Statt nun etwas geruhsamer zu werden und unsere Lebensgewonheiten zu überdenken, pushen wir uns noch mehr – mit Kaffee, Energy Drinks oder Medikamenten.

Übersäuerung – Was genau ist das überhaupt?

In unserem Körper laufen im Sekundentakt Millionen und Milliarden Stoffwechselvorgänge ab. Die Endprodukte dieser Stoffwechselvorgänge sind unter anderem Säuren. Einfach ausgedrückt sind bei einer Übersäuerung (in der Medizin als „Azidose“ bezeichnet) zu viele Säuren und zu wenig Basen vorhanden. Inwiefern ist das problematisch? Während einige Bereich unseres Körpers, wie bspw. der Dickdarm von einer säuerlichen Umgebung profitieren, so benötigen anderen Organe des Körper wie der Dünndarm oder unser Blut vorrangig eine basische Umwelt.

Bei anhaltend falscher Ernährung, Stress und anderen Sorgen kapitulieren irgendwann unsere Regelsysteme und der Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Die Säuren können vom Körper nicht mehr neutralisiert werden und lagern sich in Bindegewebe, Gelenken oder den Organen ab. Mögliche Folgen im Bindegewebe sind verstärkt Falten und Cellulite. Übersäuerung in den Gelenken kann sich durch Arthritis und Arthrose bemerkbar machen, während Ablagerungen in den Organen bspw. zu Nieren- oder Gallensteinen führen können.

Säurebildende Stoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, sind zum Beispiel Phosphor oder Schwefel. Daraus entsteht im Körper Schwefelsäure oder Phosphorsäure. Letzteres finden wir in größeren Mengen zum Beispiel in Cola. Der Körper muss sich also gar nicht mehr um die Verstoffwechslung kümmern, sondern bekommt die Säure gleich mundgerecht serviert, „wie praktisch“ (Ironie off). Basenbildende Stoffe sind hingegen Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Calcium. Eine (höhere) Zufuhr dieser basenbildenen Mineralien hilft unserem Körper die Flut an einströmenden Säuren zu neutralisieren und die internen Säure-Basen-Regelsysteme (wieder) aufrechtzuerhalten.

Reißleine ziehen und los – Was können wir tun?

Das Tolle an unserem Körper ist, dass er uns viele Dinge verzeiht und in hohem Maße regenerationsfähig ist. Sobald wir damit anfangen, verstärkt basische Mineralien einzunehmen und säurebildende Stoffe weitesgehend zu meiden, so setzt im Körper auf viele verschiedenen Ebenen ein umfassendes Reinigungs- und Regenerationsprogramm ein. Der Haarausfall stoppt, die Cellulite nimmt ab, die Müdigkeit schwindet, Allergien werden milder und unser gesamtes Wohlbefinden bessert sich. Das alles geschieht nicht von heute auf morgen, aber bei konsequenter basenüberschüssiger Ernährung sind oft nach einigen Tagen und Wochen schon die erste Erfolge spür- und sichtbar!

Für die Durchführung eines umfassenden Entsäuerungsprogramms solltet ihr mindestens 1 Monat Zeit einplanen. Dafür bietet sich folgendes Vorgehen an:

  1. Ernährt euch basisch! Nicht nur während des Entsäuerungsprogramms, sonder auch danach! Dieser Punkt ist jetzt wahrscheinlich keine Überraschung, aber ich möchte es trotzdem noch einmal betonen. Es hilft wenig, wenn ihr euren Körper entsäuert, nur um danach mit den alten Gewohnheiten fortzufahren. Denn dann müsst ihr bald wieder von vorne anfangen und manche Leiden bleiben dann vielleicht auch danach bestehen! Das soll jetzt nicht heißen, dann man sich nicht mal einen Kaffee gönnen soll oder bei einer Party auf Cuba Libre verzichten muss. Es geht hier vor allem um die Regelmäßigkeit. Ausnahmen kann der Körper gut kompensieren. Nehmt also in euren Speisenplan vermehrt Obst, Gemüse und Salat auf. Auch Zitronen sind basisch! Das mag den einen oder anderen von euch jetzt vielleicht überraschen. Aber entscheidend ist, wie der Körper das jeweilige Lebensmittel verstoffwechselt. Die Säure der Zitrone wirkt bspw. nur im Magen. Ins Blut und in den Darm gelangen hingegen nur basischen Mineralien wie Kalium oder Magnesium aus der Zitrone.
  2. Ihr könnt gerne eure Entsäuerung durch Basenpulver ergänzen. Das beschleunigt den Entsäuerungsprozess und stellt sicher, dass der Körper ausreichend mit basischen Mineralien versorgt wird. Nehmt hierzu bitte Basenpulver auf Citratbasis! Viele Basenprodukte sind auf Carbonatbasis, selbst einige teure Produkte aus der Apotheke. Diese wirken zwar auch basisch, sorgen jedoch an anderen Stellen im Körper für neue Probleme. Warum das so ist, könnt ihr in meinem Artikel „Basenpulver schon und gut, aber welches?“  erfahren.
  3. Viel trinken! Am besten Wasser oder Kräutertees. Auf diese Weise könnt ihr euch mit basischen Mineralien versorgen und entlastet die Nieren, die bei Übersäuerung ohnehin schon genug zu tun haben.
  4. Wer es zeitlich einrichten kann und nach der Arbeit oder am Wochenende gerne ein Bad nimmt, dem empfehle ich ein Basenbad zu nehmen. Entsprechende Pulver für ein Basenbad findet ihr in jedem dm, Rossmann oder in jeder Apotheke für ein paar Euro. Wichtig ist, dass euer Bad mindestens 30 Minuten, besser 45 oder 60 Minuten dauert. Diese Zeit ist notwendig, damit sich die Hautporen ausreichend öffnen und die Säuren ins Wasser abgeben. Wer das nicht glaubt, der kann gerne zu Beginn und nochmal am Ende des Bades den ph-Wert seines Badewassers messen, beispielsweise mit einem einfachen ph-Teststreifen. Ihr werdet euch wundern 😉

 

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